Chancengleichheit in der Schule

Die Schulzeit stellt für Schülerinnen und Schüler mit einer Legasthenie oder Dyskalkulie eine große Herausforderung dar, da die grundlegenden Fertigkeiten des Lesens, Rechtschreibens und Rechnens erlernt werden müssen. Diesen Anforderungen gerecht zu werden, ist nicht immer einfach, und es bedarf eines hohen Verständnisses seitens der Lehrkräfte, auf die besondere Situation dieser Schülergruppe einzugehen.

Im Rahmen der pädagogischen Möglichkeiten sollten alle Maßnahmen der Förderung und des Nachteilsausgleichs ausgeschöpft werden, um bei den Schülerinnen und Schülern die Lernmotivation zu erhalten und ihnen Erfolgserlebnisse beim Lernen zu vermitteln. Die BVL-Ratgeber zur Legasthenie und Dyskalkulie können hier eine wichtige Hilfe sein, um sich grundlegend zu informieren. Ebenso sind die schulrechtlichen Regelungen für Schülerinnen und Schüler mit einer Legasthenie und Dyskalkulie zu beachten.

Der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie hat im Rahmen eines Schulwettbewerbs Best-Practice-Beispiele schulischer Förderung ausgezeichnet. Dabei wurden aus Nordrhein-Westfalen die Konzepte der Bertolt-Brecht-Gesamtschule Bonn sowie der Gesamtschule Nettetal ausgezeichnet.

Elterninitiativen an Schulen können eine wichtige Unterstützung sein, um gute Rahmenbedingungen für alle Schülerinnen und Schüler zu schaffen, die besondere Schwierigkeiten beim Lesen, Rechtschreiben oder Rechnen haben.

Alle Schülerinnen und Schüler müssen eine Chancengleichheit in unserem Schulsystem erhalten. Nur so kann es gelingen, einen begabungsgerechten Schulabschluss zu erreichen.