Wie können Pädagogen unterstützen?

Legasthenie und Dyskalkulie wachsen sich nicht aus, deshalb sollte bei anhaltenden Schwierigkeiten des Schülers nicht unnötig gewartet, sondern frühzeitig eine Testung durchgeführt werden. Je später die Diagnose gestellt wird und umso später eine Förderung beginnt, desto mehr muss der Schüler aufholen und umso stärker wirken sich die Defizite auch auf andere Schulfächer, die allgemeine Lernmotivation und das psychische Befinden aus.

Nehmen Sie also Schwierigkeiten ernst und ermuntern Sie auch Eltern, frühzeitig aktiv zu werden. Bei anhaltenden erheblichen Schwierigkeiten im Lesen, Schreiben oder Rechnen sollten Kinder/Jugendliche möglichst frühzeitig auch einem Facharzt zur medizinischen Diagnostik vorgestellt werden.

Gemäß § 1 SchulG hat jeder Schüler ein Recht auf individuelle Förderung.

Es ist Aufgabe der Schulen, Lernprozesse zu beobachten und im Fall von Lernschwierigkeiten den individuellen Förderbedarf von Schüler frühzeitig zu erkennen, festzustellen und entsprechende Förderung anzubieten. Die gewählten Fördermaßnahmen sollen dabei die Lernausgangslage des Kindes berücksichtigen, das heißt, sie müssen auf den spezifischen Schwierigkeiten der Kinder aufbauen.

Der Erlass vom 19.07.1991 „Förderung von Schülerinnen und Schülern bei besonderen Schwierigkeiten im Erlernen des Lesens und Rechtschreibens (LRS)“ nennt als Inhalte der Förderung Leseübungen, Schreibübungen und Rechtschreibübungen. Ferner werden als Inhalte die Anleitung zum eigenverantwortlichen Arbeiten, die Vermittlung von hilfreichen Arbeits- und Lernstrategien sowie die Vermittlung von Hilfen für die Bewältigung von LRS aufzuzeigen (Umgang mit Misserfolgen und angstauslösenden Situationen), genannt.  Beachten Sie dazu auch in die Informationen in unseren Rubriken Nachteilsausgleich und Erlass.

Informationen für förderliche Rahmenbedingungen für Schüler mit Legasthenie und Dyskalkulie haben wir auf der Webseite des BVL zusammengestellt. 

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